Platzmangel in Frauenhäusern: Zufluchtsorte für gewaltbetroffene Frauen besser ausstatten -Pressemitteilung des SkF Gesamtvereins

Platzmangel in Frauenhäusern: Zufluchtsorte für gewaltbetroffene Frauen besser ausstatten -Pressemitteilung des SkF Gesamtvereins

SkF fordert verbindlichen Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt
Dortmund, 23.11.2016. Zum internationalen Tag der Beseitigung der Gewalt gegen
Frauen am 25. November weist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) darauf
hin, dass immer wieder von Gewalt bedrohte Frauen nicht in Frauenhäusern
aufgenommen werden können, weil die Plätze nicht ausreichen oder die
Finanzierung nicht gesichert ist. Das ist aus Sicht des Frauenwohlfahrtsverbandes
ein Skandal, der beseitigt werden muss. Der SkF setzt sich dafür ein, dass
gewaltbetroffene Frauen in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen verlässlich
geschützt und bedarfsgerecht beraten werden.
Gewalt gegen Frauen findet täglich in Partnerschaften statt. Die schwerwiegenden
gesundheitlichen und sozialen Folgen von Gewalt betreffen nicht nur die Frauen,
sondern ebenso deren Kinder. Letzter Ausweg ist häufig das Frauenhaus. Hier
finden Frauen mit ihren Kindern Schutz, wenn sie ihr Zuhause verlassen müssen.
Dort erhalten sie Unterstützung bei der Entwicklung von Perspektiven, um weiteren
Gefährdungen zu entgehen.
Seit langem ist jedoch der Zugang zum Hilfesystem nicht für alle gewaltbetroffenen
Frauen und deren Kinder gesichert. Häufig ist es schwierig, einen freien Platz in
einem Frauenhaus zu bekommen. Allein im Jahr 2015 konnten in den katholischen
Frauenhäusern bundesweit über 6.200 Frauen zum Zeitpunkt ihrer Anfrage nicht
aufgenommen werden. In etwa der Hälfte der Fälle waren die Frauenhäuser
überbelegt. Aber es gab auch etliche Fälle, bei denen keine Kostenübernahme der
Sozialleistungsträger vorlag. Um diese Missstände zu beseitigen, fordert der SkF
einen bundesgesetzlichen Rechtsanspruch, um gewaltbetroffene Frauen und ihre
Kinder endlich besser zu schützen.
Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund,
Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-60, E-Mail: mersch@skf-zentrale.de

Über Daniel Schulte

Diplom-Sozialarbeiter, tätig in den Bereichen Sozial- und Erwerbslosenberatung, sowie als Männerberater