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Informationen für Gastfamilien und Personen die es werden möchten

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Deutschland ist Ende Januar 2016 auf über 60.000 gewachsen. Hauptherkunftsländer im Jahr 2015 waren Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea und Somalia. Mit dem Asylpaket II droht vielen UMF, dass Sie dauerhaft von ihren Eltern getrennt bleiben, da eine Einschränkung des Elternnachzugs zu befürchten ist.

Seit Oktober 2005 berechtigt und verpflichtet die Regelung des § 42 SGB VIII das Jugendamt, ein ausländisches Kind oder einen ausländischen Jugendlichen in Obhut zu nehmen, wenn dieses/dieser unbegleitet nach Deutschland kommt und
sich im Land weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte aufhalten. Mit der Benennung dieser besonderen Gruppe im Gesetz hat der Gesetzgeber ausdrücklich allen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen den Rechtsanspruch auf vorläufige Schutzgewährung zugesichert. Dies betrifft alle unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlinge, die sich de facto in Deutschland aufhalten. Jugendämtern obliegt damit die Primärzuständigkeit für die Erstunterbringung und -versorgung der unbegleitet eingereisten Minderjährigen.
Seit 2003 gibt die Europäische Richtlinie zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahmebedingungen von Asylbewerbern vor, dass Asyl beantragende unbegleitete Minderjährige ab dem Zeitpunkt der Zulassung in das Hoheitsgebiet vorrangig bei erwachsenen Verwandten und zweitrangig bei einer Pflegefamilie untergebracht werden sollen. Erst danach soll die Option einer Unterbringung in
Aufnahmezentren mit speziellen Einrichtungen für Minderjährige gelten, wie sie für über 16-Jährige bevorzugt geboten wird.

Der Pflegekinderdienst VIENTO sucht im Auftrag des Jugendamtes für den Kreis Olpe Gastfamilien, die sich vorstellen können, einem jungen unbegleiteten Flüchtling bei sich aufzunehmen.

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und Sie finden Antworten auf Fragen, die sie vielleicht hinsichtlich der Aufnahme eines jungen unbegleiteten Flüchtlings beschäftigen.