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Jugendamt und VIENTO- Hand in Hand für eine gute Zukunft von Pflegekindern

26. Jan 2018 Aktuelles

Workshop in Rahrbach zu den Themen „Perspektivklärung“ und „Besuchskontakte“ in Pflegeverhältnissen

Wenn Kinder nicht mehr in ihrer Familie leben können und in einer Pflegefamilie untergebracht werden, bedeutet das in den meisten Fällen für die Kinder eine zweite Chance. Eine Chance auf Weiterentwicklung, die aufgrund von empfundener Belastung durch desolate Lebensumstände und zu wenig Förderung im Elternhaus ausblieb. Eine Chance auf ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, dort, wo durch Problemlagen der Eltern diese Grundbedürfnisse nicht gestillt werden konnten. Neben den positiven Aspekten, die eine Unterbringung für ein Pflegekind haben kann, bleibt jedoch häufig auch die Sehnsucht, irgendwann wieder bei den Eltern leben zu dürfen. Die Klarheit, wo der geeignetste Lebensmittelpunkt des Kindes auf Dauer sein wird, ist aber nicht nur für das Kind von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Pflegeeltern, die leiblichen Eltern und deren jeweilige Lebensgestaltung.

Auf dem nicht immer einfachen Weg hin zu einer Klärung der Perspektive des Kindes arbeiten MitarbeiterInnen des Jugendamtes für den Kreis Olpe und des Pflegekinderdienstes VIENTO eng zusammen. Neue Impulse zur Thematik erhielten die Fachkräfte vor einiger Zeit auf einem 1-tägigen Workshop. Frau Dr. Reimer von der Universität Siegen und Dirk Schäfer vom Institut für sozialpädagogische Praxisforschung- und entwicklung aus Bonn referierten zu aktuellen Entwicklungen im Bereich „Perspektivplanung in Pflegeverhältnissen“ und stellten neue Aspekte und methodisches Handwerkszeug vor. Wie oft sollten Pflegekinder und ihre leiblichen Eltern sich während der Dauer des Pflegeverhältnisses sehen? Was sagt die Rechtslage dazu? Welche neuen Erkenntnisse liefert die qualitative Forschung? Zu all diesen Fragen rund um das Thema „Besuchskontakte“ präsentierten die zwei Referenten ebenfalls aufschlussreiche Informationen.

Einig waren sich die MitarbeiterInnen des Jugendamtes und des Pflegekinderdienstes am Ende des Worksphops: „Es war gut investierte Zeit mit vielen neuen und praxistauglichen Impulsen, die in der Umsetzung und Berücksichtigung dazu beitragen können, die Zufriedenheit aller am Pflegeverhältnis Beteiligten zu erhöhen.“

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